Ehemalige Villeroy & Boch Werke Dresden
 

1856 eröffnet als selbständiger Dresdner Steingutbetrieb Villeroy & Boch

entwickelte sich das Werk schnell zu einem der bedeutendsten Industriestandorte Dresdens.

Bis zu 1600 Mitarbeiter stellten hier verschiedenste keramische Produkte her,

anfänglich noch Geschirr, Zierkeramik und Kachelöfen, später auch aufwendige

Wandfliesen und baukünstlerischen Schmuck für das In- und Ausland.

z.B. Pfunds Molkerei und das Relief des sächsischen Finanzministeriums

Ab 1903 spezialisierte man sich zunehmend auf die Herstellung von Sanitärprodukten

und Zubehör für Wasserleitungen.

1923 während der Besetzung des Saarlandes infolge des 1. Weltkrieges und in der Zeit

zwischen 1939/40 wurde Dresden zum Hauptsitz der Villeroy & Boch Werke erklärt.

Beim letzten Luftangriff auf Dresden am 17. April 1945 wurde das Betriebsgelände schwer

beschädigt und nach der großflächigen Demontage durch die sowjetische Besatzungsmacht,

war ab 1946 nur noch eine eingeschränkte Wiederaufnahme der Produktion möglich.

1948 wurde der Betrieb verstaatlicht und stellte unter dem Namen VEB Steingutfabrik Dresden (ab 1965 VEB Sanitärporzellan) bis 1990 vor allem Toiletten- und Waschbecken her.

Nach der Einstellung der Produktion wurde vergeblich nach einem Nachnutzungskonzept gesucht,

so dass die mittlerweile stark verfallenen Überreste dieses Industriekomplexes, trotz Denkmalschutz 2013 abgerissen wurden um eine Neubebauung möglich zu machen.

Zwischen 2008-10 besuchte ich das Gelände mehrfach, dabei entstanden diese Aufnahmen.